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So
wie viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten aussterben, so
sterben auch die Wörter im Dialekt aus, weil sie keiner mehr
benutzt. Darum „Muul uf“. So heißt auch die neue CD von Uli Führe, der im
Rahmen der Reihe „Mundart und Musik“ des Schwäbischen
Albvereins in der Albvereinsstube in Gemmrigheim auftrat.
Etwa
10 Millionen Menschen in 6 Ländern sprechen Alemannisch. Bei
seinem musikalischen Streifzug durch diese Regionen erzählt Uli
Führe auch viel Wissenswertes um das alemannische Liedgut. Er
vergleicht dabei auch drei Bettellieder: „In Mueters Stübele“,
„I hea a Mändle gno“ und „Battellied“, die in
unterschiedlichen Ländern gesungen werden, aber fast identische
Textzeilen und Inhalte aufweisen.
Nach
einer kurzen Pause trägt er dann eigene Lieder vor. Er entdeckt
im Land „d Sekte mit de gsenkte Chöpf“, die ihr Handy nicht
mehr aus der Hand legt und erkennt: „Google weiß bscheid“.
In „Himmel aus Stein“ besingt er das Münster von Freiburg
und auch seine beiden Kinder hat er mit Liedern bedacht. Das
Motto des Abends, „Muul uf“ darf natürlich nicht fehlen.
Für
sein unterhaltsames und informatives Programm erntete er viel
Applaus und auch die Rufe nach Zugabe wurden erhört. Zum Dank für
diesen schönen Abend überreichte der Ehrenvorstand der
Ortsgruppe Gemmrigheim, Gerhard Reisinger ein Weinpräsent.
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