Rückblicke 1914                                                                                                         Renate Kreikemeier 

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Uli Führe in der Albvereinsstube in Gemmrigheim

So wie viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten aussterben, so sterben auch die Wörter im Dialekt aus, weil sie keiner mehr benutzt. Darum „Muul uf“. So heißt auch die neue CD von Uli Führe, der im Rahmen der Reihe „Mundart und Musik“ des Schwäbischen Albvereins in der Albvereinsstube in Gemmrigheim auftrat.

Etwa 10 Millionen Menschen in 6 Ländern sprechen Alemannisch. Bei seinem musikalischen Streifzug durch diese Regionen erzählt Uli Führe auch viel Wissenswertes um das alemannische Liedgut. Er vergleicht dabei auch drei Bettellieder: „In Mueters Stübele“, „I hea a Mändle gno“ und „Battellied“, die in unterschiedlichen Ländern gesungen werden, aber fast identische Textzeilen und Inhalte aufweisen.

Nach einer kurzen Pause trägt er dann eigene Lieder vor. Er entdeckt im Land „d Sekte mit de gsenkte Chöpf“, die ihr Handy nicht mehr aus der Hand legt und erkennt: „Google weiß bscheid“. In „Himmel aus Stein“ besingt er das Münster von Freiburg und auch seine beiden Kinder hat er mit Liedern bedacht. Das Motto des Abends, „Muul uf“ darf natürlich nicht fehlen.

Für sein unterhaltsames und informatives Programm erntete er viel Applaus und auch die Rufe nach Zugabe wurden erhört. Zum Dank für diesen schönen Abend überreichte der Ehrenvorstand der Ortsgruppe Gemmrigheim, Gerhard Reisinger ein Weinpräsent.