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Jedes
Jahr im März organisiert der Gemmrigheimer Albverein eine
Wanderung bei Stuttgart, die von befreundeten Stuttgarter
Wanderführern geführt werden; und auch dieses Mal konnten
wieder viele neue Eindrücke aus der Landeshauptstadt gesammelt
werden. Mit dem Zug und der Stadtbahn wurde der Ausgangspunkt
der 11 km langen Wanderung erreicht: Der Stadtteil
Heumaden.
Bei
Sturm und Nieselregen führte der Weg zum Scharnhäuser Park,
der im Rahmen der Landesgartenschau im Jahre 2002 auf einem
ehemaligen amerikanischen Militärgelände angelegt wurde. Die
Bewohner des angrenzenden neuen Stadtteils haben sich gegen
einen Abbau gewandt und pflegen die Anlage bis heute. Der Park
besteht aus verschiedenen Traumgärten, und lud die Wanderer zu
einer längeren Rast und zu einer Besichtigung ein. Zum Glück
hatte der Regen nachgelassen und die Gärten konnten ungetrübt
auf die Wanderer einwirken. Besonders bestaunt wurde das
Windspiel „Frosch-Wasser“ sowie die „Sitz- und
Flitzhasen“, die die in Gemmrigheim geborenen Künstlerin
ROSALIE gestaltet hat. Nach einer ausgiebigen Fotopause wurde
der Park verlassen und ein steiler Hohlweg führte zum Gestütshof
„Hofer Mühle“. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die
Anlage Teil des königlichen Privatgestüts mit Rennbahn und großem
Stutenstall. Das Gestüt wurde durch die Zucht von Araberpferden
bis zum Jahre 1928 berühmt, danach wurde die Zucht im Landgestüt
Marbach weiter geführt. Entlang dem idyllischen Flüsschen Körsch
wurde der Weiler Stockhausen erreicht und von hier war es nicht
mehr weit zum Schloss Hohenheim. In dem vom Herzog Carl Eugen im
18. Jahrhundert gebauten Schloss ist heute die Universität
Hohenheim untergebracht, wobei viele neue Gebäude hinzukamen.
Die Universität wurde im Jahre 1818 nach den Hungerjahren
1816/17 von König Wilhelm I als landwirtschaftliche Lehr- und
Versuchsanstalt gegründet.
Durch
den wunderschönen Hohenheimer Park ging es zur
Stadtbahnhaltestelle, und mit dem öffentlichen Verkehr wurde
der Bahnhof Kirchheim/N wieder erreicht. Hier besuchte noch ein
großer Teil der Wanderer das Bahnhaus zur Schlusseinkehr. Mit
diesem harmonischen Abschluss hatten die Albvereinler wieder
einen erlebnisreichen und schönen Tag hinter sich.
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