Rückblicke 1901                                                                                                               Gerda Pfeiffer     

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Der SAV-Seniorentreff des Albvereins Gemmrigheim besuchte die Krippenausstellung
in der katholischen Kirche in Malmsheim

Auch im 39. Jahr ist die Faszination an der Krippenausstellung in der Malmsheimer katholischen Kirche ungebrochen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Seniorengruppe des Albvereins Gemmrigheim mit voll besetztem Bus anreiste, um die Wunderwelt der  Weihnachtsgeschichte zu erleben.

Die Abfahrt war bewusst zeitlich so geplant, damit  sich die Gäste im naheliegenden Gemeindehaus noch mit Kartoffelsalat und Leberkäs stärken konnten, bis Pfarrer Franz  Pitzal erschien, der sich als Führer durch die Ausstellung angeboten hatte. Nachdem das Missverständnis um die Uhrzeit geklärt war, begleitete er die Besucher zur Kirche. Im Eingangsbereich war das Motto der diesjährigen Ausstellung schon erkennbar. Viele Figuren in ihrer Landestracht stellen das Weihnachtslied „Stille Nacht..“ vor. das bereits in 300 Sprachen gesungen wird. Wer wollte, konnte eine Friedenskerze anzünden, bevor er den Kirchenraum betrat.

Hell erleuchtet von hunderten Lichtern bietet sich die Krippenlandschaft in einer unglaublichen Vielfalt dar. Unter Fachwerkhäusern spielen sich Szenen wie im richtigen Leben ab. Da sitzen die Alten beisammen, dort nuckelt ein kleines Kind zufrieden am Schnuller, ein ertappter Einbrecher sucht unter dem Geschrei des Hausbesitzers das Weite, Musikanten spielen zum Tanz auf, Fledermäuse und Eulen bevölkern den Wald, Schulkinder rennen aus dem Schulhaus, ärgern sich und den Lehrer, ein Männerchor singt, begleitet von den hellen Stimmen eines Kinderchores, ernste Gesichter sieht man beim Gang zur Christmette, ein betrunkener Obdachloser findet keinen Unterschlupf. Über allem strahlt der nächtliche Himmel mit tausenden „Sternen“. Wollte man sich mit allen Einzelheiten befassen, wäre der Tag fast zu kurz, aber die launige Rede des Pfarrers zeigte die wichtigsten Stationen der Ausstellung auf.

Der Altarraum ist dem Mittelpunkt des Liedes gewidmet. Vor 200 Jahren brachten der Hilfspfarrer Mohr zusammen mit dem Dorfschullehrer Gruber in der Kapelle in Oberndorf das Lied der stillen Nacht zu Gehör. Anfangs waren die Kirchenbesucher skeptisch gegenüber den „weltlichen“ Klängen mit Gitarre, aber schon bald eroberten sich  Melodie und Text die ganze Christenheit.

Die Besucher war begeistert von den liebevoll gefertigten Gesichtern, wobei keines dem anderen gleich sah, von den genähten und gestrickten Kleidern, an denen selbst der kleinste Knopf nicht fehlte, den Trachten der dargestellten Ländern und  nicht zuletzt auch von den Nachbildungen bekannter Bauwerke. Wie viel Fantasie und vor allem wie viel Arbeit hinter dieser Ausstellung steht, können eigentlich nur diejenigen ermessen, die selbst versucht haben, Krippen zu bauen.

Der Dank ging in Form einer Spende an die Pfarrer- Pitzal-Stiftung, die sich in jedem neuen Jahr einem anderen Projekt verschreibt, das Hilfe für Notleidende in aller Welt bringt. Nach Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus wurde zum Aufbruch gemahnt und Uwe Seyfferle brachte seine Fahrgäste wieder sicher nach Hause.

                                                         Teilnehmer - schade schlechte Qualität