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Auch
im 39. Jahr ist die Faszination an der Krippenausstellung in der
Malmsheimer katholischen Kirche ungebrochen. Es ist daher nicht
verwunderlich, dass die Seniorengruppe des Albvereins
Gemmrigheim mit voll besetztem Bus anreiste, um die Wunderwelt
der
Weihnachtsgeschichte zu erleben.
Die
Abfahrt war bewusst zeitlich so geplant, damit
sich die Gäste im naheliegenden Gemeindehaus noch mit
Kartoffelsalat und Leberkäs stärken konnten, bis Pfarrer Franz
Pitzal erschien, der sich als Führer durch die
Ausstellung angeboten hatte. Nachdem das Missverständnis um die
Uhrzeit geklärt war, begleitete er die Besucher zur Kirche. Im
Eingangsbereich war das Motto der diesjährigen Ausstellung
schon erkennbar. Viele Figuren in ihrer Landestracht stellen das
Weihnachtslied „Stille Nacht..“ vor. das bereits in 300
Sprachen gesungen wird. Wer wollte, konnte eine Friedenskerze
anzünden, bevor er den Kirchenraum betrat.
Hell
erleuchtet von hunderten Lichtern bietet sich die
Krippenlandschaft in einer unglaublichen Vielfalt dar. Unter
Fachwerkhäusern spielen sich Szenen wie im richtigen Leben ab.
Da sitzen die Alten beisammen, dort nuckelt ein kleines Kind
zufrieden am Schnuller, ein ertappter Einbrecher sucht unter dem
Geschrei des Hausbesitzers das Weite, Musikanten spielen zum
Tanz auf, Fledermäuse und Eulen bevölkern den Wald,
Schulkinder rennen aus dem Schulhaus, ärgern sich und den
Lehrer, ein Männerchor singt, begleitet von den hellen Stimmen
eines Kinderchores, ernste Gesichter sieht man beim Gang zur
Christmette, ein betrunkener Obdachloser findet keinen
Unterschlupf. Über allem strahlt der nächtliche Himmel mit
tausenden „Sternen“. Wollte man sich mit allen Einzelheiten
befassen, wäre der Tag fast zu kurz, aber die launige Rede des
Pfarrers zeigte die wichtigsten Stationen der Ausstellung auf.
Der
Altarraum ist dem Mittelpunkt des Liedes gewidmet. Vor 200
Jahren brachten der Hilfspfarrer Mohr zusammen mit dem
Dorfschullehrer Gruber in der Kapelle in Oberndorf das Lied der
stillen Nacht zu Gehör. Anfangs waren die Kirchenbesucher
skeptisch gegenüber den „weltlichen“ Klängen mit Gitarre,
aber schon bald eroberten sich
Melodie und Text die ganze Christenheit.
Die
Besucher war begeistert von den liebevoll gefertigten
Gesichtern, wobei keines dem anderen gleich sah, von den genähten
und gestrickten Kleidern, an denen selbst der kleinste Knopf
nicht fehlte, den Trachten der dargestellten Ländern und
nicht zuletzt auch von den Nachbildungen bekannter
Bauwerke. Wie viel Fantasie und vor allem wie viel Arbeit hinter
dieser Ausstellung steht, können eigentlich nur diejenigen
ermessen, die selbst versucht haben, Krippen zu bauen.
Der
Dank ging in Form einer Spende an die Pfarrer- Pitzal-Stiftung,
die sich in jedem neuen Jahr einem anderen Projekt verschreibt,
das Hilfe für Notleidende in aller Welt bringt. Nach Kaffee und
Kuchen im Gemeindehaus wurde zum Aufbruch gemahnt und Uwe
Seyfferle brachte seine Fahrgäste wieder sicher nach Hause.
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Teilnehmer -
schade schlechte Qualität |
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