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Es
gibt viele Gründe auf dem Jakobsweg zu pilgern, seien es religiöse,
spirituelle oder weil man einfach eine Pause vom stressigen
Alltag braucht. So war auch in diesem Jahr der Andrang
groß, als der Schwäbischen Albverein Gemmrigheim zu einer
weiteren Etappe des Jakobsweges startete und Pfarrer Schweizer
konnte 50 mit dem Bus angereiste
Pilger in der Kirche St. Bernhard begrüßen. Nach einem auf den
Anlass zugeschnittenen Gottesdienst mit Pilgersegen wurden die
Pilger auf die bevorstehende Wanderung eingestimmt. Der Weg führte
von der Höhe über Esslingen hinunter zur Esslinger Burg. Durch
das Burgtor wurde die eindrucksvolle Befestigungsanlage aus dem
aus dem 14. Jahrhundert betreten und von der Umfassungsmauer bot
sich ein schöner Blick auf die Altstadt und das Neckartal. In
der Esslinger Altstadt wurde die hochgotische Frauenkirche mit
ihrem filigranen Turm und den kunstvollen Steinmetzarbeiten
bewundert. Als nächstes ging es zur Stadtkirche St.Dionys, die
für die Pilger geöffnet war. In der Kirche beeindruckten die
mittelalterlichen Glasscheiben mit biblischen Gestalten, wobei
auch der Pilgerheilige Jakobus abgebildet ist. Nach der Überquerung
des Neckars nahm der Bus die Pilger ein Stück nach Berkheim
mit, da der Weg über das Berkheimer Wäldle gesperrt war.
Jetzt
wurde im Hasenheim der Kleintierzüchter eine Rast eingelegt.
Die Gaststätte stellte den Pilgern einen großen Raum zur Verfügung
in dem das mitgebrachte Vesper verspeist werden konnte. Die
Wirtsleute erlaubten das gerne, da sie mit der Ausgabe von
Kaffee und anderen Getränken voll ausgelastet waren. Die nächste
Rast wurde in der Klosterkirche des Klosters Denkendorf
eingelegt. Hier gab es in der eindrucksvollen Krypta eine
Nachbildung des Heiligen Grabes zu bestaunen. Sie war über
Jahrhunderte Ersatzwallfahrtsort für eine Pilgerreise zur
Grabeskirche in Jerusalem.
Der nächste
Pilgerabschnitt führte durch Wiesen und über den Sulzbach in
einen herrlichen frühlingshaften Wald, wobei die Sonne immer
wieder für tolle Stimmungsbilder sorgte. Vor Oberensingen wurde
der Wald verlassen und der
folgende Weg führte an einer Farm mit Alpacas und Lamas
vorbei und die weiblichen Pilger waren von den niedlichen
Alpacakindern begeistert. Ein ganz anderer Anblick bot sich den
Wanderern als sie an einem großen Spargelfeld vorbei kamen, wo
unzählige Erntehelfer beim Spargelstechen zu beobachten waren.
Nach über 20 km Pilgerstrecke wurde das Ziel dieser Etappe die
Martinskirche in Neckartailfingen erreicht. Hier empfing Pfarrer
Meier-Mohns die Pilger und als einige Lieder angestimmt wurden,
begleitete er diese mit seiner Gitarre. Zur inneren Einkehr der
Pilger sorgte eine eingelegte Schweigepause und der Gottesdienst
endete mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ und dem
Segen zum Pilgerabschluss.
In
der Gaststätte beim Sportheim Neckarhausen war die Schlusseinkehr
und die Ankündigung, im nächsten Jahr den anschließenden
Abschnitt auf dem Jakobsweg gemeinsam zu gehen, fand großen
Zuspruch.
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