Rückblicke 1709                                                                                                       WernerHaug        

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Gemmrigheimer Albvereinler erkunden die Landschaft um den
Max-Eyth-See in Stuttgart

Am 19. März trafen sich bei schönem Frühlingswetter 58 Wanderer und ein Hund, um nach Stuttgart zu fahren. Trotz Zugverspätung konnte die große Gruppe gegen 10.15 Uhr am Hauptbahnhof von den Wanderführern Gerhard und Franz empfangen und begrüßt werden.

Vom Hauptbahnhof fuhr man mit der Straßenbahn zum Pragsattel. Von der Haltestelle aus führte der Weg direkt in die Weinberge hinauf zum Robert-Bosch-Krankenhaus. Weiter ging es vorbei am Burgholz-Turm und der Wetterstation Schnarrenberg. Hier oben am Aussichtspunkt hatte man eine herrliche Sicht auf Stuttgart-Münster, den Max-Eyth-See und auf Bad-Cannstatt. Nach kurzer Rast wanderte man zum Max-Eyth-See hinunter. Er entstand in den 1920er Jahren aus einer immer größer werdenden Kiesgrube. 1970/71 erfolgte der Ausbau des Geländes zum heutigen Naherholungsgebiet. Bei guter Aussichtslage ging es entlang der Weinlage des „Cannstatter Zuckerle“ in Richtung Mönchfeld. Die Lage gehört zu den steilsten und besten in Württemberg. Schließlich wurde an einem schön gelegenen Sitzplatz eine längere Vesperpause eingehalten.

Danach wanderte die Gruppe weiter auf dem 4-Burgen-Rundweg. Die erste Burg, von der nichts mehr zu sehen ist, heißt Heideschloss, ein ehemaliger Römischer Gutshof. Nach der Engelsburg ging es talwärts durch einen Park zum Palmschen Schloss, in dem sich heute das Rathaus von Mühlhausen befindet. Im historischen Ortskern von Mühlhausen kann man die Heideburg sehen, aus der später die Pfarrkirche von Mühlhausen entstand. Der größte Schatz von Mühlhausen ist die noch erhaltene Veitskapelle aus dem Mittelalter.

Nach Überquerung des Neckars bei der Staustufe stiegen die Wanderer hinauf zur Burgruine Hofen. Sie ist heute noch die größte mittelalterliche Ruine mit aufrechtem Mauerwerk in Stuttgart. Hier hatte man nochmals einen schönen Blick, bevor der Weg zur Wallfahrtskirche St. Barbara führte. In der Kirche kam die Gruppe zur Ruhe und es wurde spontan der Choral „Großer Gott, wir loben dich“ gesungen. Durch den alten Ortskern von Hofen führte der Weg zur Straßenbahn-Haltestelle und mit der Bahn fuhr man direkt zum Hauptbahnhof. Dort bedankte sich Joachim Kreikemeier bei den Wanderführern für die gut vorbereitete und schöne Wanderung.

Nach der Ankunft in Kirchheim besuchte noch ein großer Teil der Wanderer das Bahnhaus zur Schlusseinkehr. Mit diesem harmonischen Abschluss hatten die Albvereinler wieder einen erlebnisreichen und schönen Tag hinter sich.