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In
der Vereinsstube des Schwäbischen Albvereins in Gemmrigheim
vereinten sich schwäbische Mundart und klassische Gitarrenklänge
zu einem gelungenen Abend. Kennen gelernt hatten sich die beiden
Künstler auf einem Campingplatz in Südfrankreich. Daraus
entwickelte sich danach eine gute Zusammenarbeit und schließlich
ein gemeinsames Programm.
Helmut Eberhard Pfitzer gab einen literarischen Streifzug durch
die Werke des 2010 verstorbenen Mundartdichters Helmut Pfisterer
zum Besten. Der Gitarrist Klaus Leopold spielte dazu klassische
Werke, unter Anderem aus Südamerika, Spanien, Frankreich und
Deutschland. Eine eigene Komposition rundete die musikalische
Reise ab.
Die virtuosen Gitarrenklänge brachten so manchen im Publikum
zum Träumen und ebenso virtuose Wortspiele sorgten für Gelächter
oder stimmten auch nachdenklich.
Das "Kendle" durfte genausowenig fehlen wie der
pubertierende "Kotzbrocken" und auch über langjährige
Beziehungen wird in "Ned davonglofa" erzählt. Sogar
über das wilde Werben des Kocher um die Jagst wurde gereimt.
Auch die weniger schönen Seiten des Älterwerdens nahm
Pfisterer aufs Korn, verliert dabei aber nicht seinen Humor bei
"Oh Gott, bin i au oiner von dene?" und "In
Himmel soll i? In mei Hos will i nei".
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